Eine fulminante Spende

...wurde am 29. März auf den Hof der Hamburger Tafel gefahren: ein fabrikneuer Mercedes-Lieferwagen mit Kühlung, gespendet von der Hubertus-Wald-Stiftung.
Wer aber war Hubertus Wald?
Hubertus Wald und seine Ehefrau Renate gehörten zu den großzügigsten und bedeutendsten Mäzenen Hamburgs. Die von ihnen im Jahre 1993 errichtete Hubertus-Wald-Stiftung fördert und finanziert seit vielen Jahren wichtige Aufgaben in den Bereichen medizinische Forschung, Kultur und Soziales, vorwiegend in Hamburg.
"Das Leben hat es gut mit mir gemeint. Deshalb fühle ich mich verpflichtet, etwas abzugeben." Nach dieser Maxime hat Hubertus Wald stets gelebt, und viele Einrichtungen haben von dieser segensreichen Denkungsart profitiert.
Dank seiner Weitsicht, seinem kaufmännischem Gespür, Glück, Fleiß und Beherztheit hatte es Hubertus Wald zu einem Vermögen gebracht. Jedoch „bunkerte“ er sein Geld nicht auf verschiedene Bankkonten, vielmehr investierte er es in Immobilien und Kunst. Hubertus Wald sammelte seit den 50er Jahren Gemälde, Grafiken und Skulpturen und trug so eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Hamburgs zusammen.
Hubertus Wald war ein leiser Stifter. Er machte sich nie wichtig, gab ohne große Worte. „Vor allem in seinen letzten zehn Lebensjahren bis zu seinem Tod am 26. Februar 2005“, berichtet Dr. Günther Hess, Vorsitzender des Kuratoriums der Hubertus-Wald-Stiftung, „haben ihn die guten Taten und Aufgaben der Stiftung beschäftigt."      Bei der Übergabe des Sprinters wurde der Hamburger Tafel ein symbolisch
         angefertigter Schlüssel übergeben. Über das neue Fahrzeug freuen sich
        (von links): Dr. Günther Hess von der Hubertus-Wald-Stiftung, Jens Wrage,
          Vorstandsvorsitzender der Hamburger Tafel sowie Jens Auge, Verkaufsleiter
           bei der Mercedes-Benz Niederlassung Hamburg
(Foto: Martin Brinckmann)

Dem großzügigen Mäzen Hubertus Wald hat nun im März 2017 die Hamburger Tafel einen neuen Mercedes-Sprinter zu verdanken. Das Fahrzeug wird dringend gebraucht, denn die Anzahl der mittellosen Menschen in der Hansestadt steigt ständig: Arbeits- und Wohnungslose, Alleinerziehende, Flüchtlinge – viele haben Hunger, und so versorgt die Hamburger Tafel, die keinerlei staatliche Unterstützung erhält, allwöchentlich über
15.000 arme Menschen. Und es werden täglich mehr, so dass die ehrenamtlichen
Tafel-Mitarbeiter in den kommenden Jahren sicherlich alle Hände voll zu tun haben.